Da kiekste, wa!

  • Heymann, Richard Werner, Komponist und Kabarett

    Richard Werner Heymann,
    Komponist (1896-1961)

    In den 20er Jahren arbeitete er in Berlin mit Friedrich Hollaender als Hauskomponist im Kabarett „Schall und Rauch“ (seit 1919) und ab 1921 im Kabarett „Wilden Bühne“. Großen Erfolg hatte er mit seinen Filmkompositionen („Die drei von der Tankstelle„, „Der Kongreß tanzt„).
    1933 emigrierte er erst nach Paris, dann in die USA. Dort war er als Filmkomponist weiter erfolgreich („Sein oder Nichtsein„) tätig.
  • Spoliansky, Mischa

    Mischa Spoliansky,
    Komponist (1899-1985)

    Schrieb zusammen mit Marcellus Schiffer so bekannte Kabarattrevueen wie „Es liegt in der Luft“ (1928), „Alles Schwindel“ (1931) und die einzige Kabarettoper „Rufen Sie Herrn Plim“ (1932).
    Mußte 1933 nach London emigrieren und komponierte Musik für viele englische und amerikanische Filme.
  • Tucholsky, Kurt

    Kurt Tucholsky,
    Schriftsteller, Chansonautor und Publizist (1890-1935)

    Bekannt wurde er durch seine heiteren Erzählwerke („Rheinsberg“ 1912 und „Schloß Gripsholm“ 1931) und vielen Chansons für das literarisch-politische Kabarett („Schall und Rauch“, „Wilde Bühne“, „Die Rampe“, „Die Katakombe“).
    Populär wurden u.a. „Anna-Luise„, „Danach“, „Ideal und Wirklichkeit„, „Das Leibregiment„.
    Emigrierte nach Schweden und verübte 1935 dort Selbstmord.
  • Nelson, Rudolf

    Rudolf Nelson,
    Kabarett- und Operettenkomponist (1878-1960)

    Gründete 1904 seiner erstes Kabarett „Roland von Berlin“. Zwischen 1910 und 1918 komponierte er ein halbes Dutzend Operettenrevuen (u.a. „Miss Dudelsack“, „Chauffeur, ins Metropol!“).
    Vor allem in der Weimarer Republik entstanden viele Kabarett-Revuen („Bitte zahlen“ (1921), „Die Nacht der Nächte!“ (1926), „Quick“ (1930) und Chansons wie „Das Ladenmädel„, „Das Nachtgespenst„, „Fang nie was mit der Verwandtschaft an„, „Mir ist so nach Tamerlan„, „Die Dame von der alten Schule„.
    Kehrte 1933 nach einer Tournee nicht mehr nach Deutschland zurück und schuf 1934 in Amsterdam das Exil-Kabarett „La Gaite„.
    1949 Rückkehr nach Deutschland.
  • Hollaender, Friedrich

    Friedrich Hollaender,
    Kabarettautor und Komponist (1896-1976)

    Einer der bekanntesten Komponisten und Autoren der leichten Muse der „goldenen“ Zwanziger. Schrieb für Film, Bühne und Kabarett, darunter so bekannte Songs wie „Jonny“ und „Ich bin von Kopf bis Fuß“ für Marlene Dietrich.
    Viele Kabarettrevuen u.a. auch zusammen mit Rudolf Nelson, die neben Schlagern auch viele zeitkritische Songs enthielten. 1931 Gründung eines eigenen Kabarett- Theaters „Tingel- Tangel„. Mußte 1933 emigrieren. Ging nach Amerika und komponierte Hollywood die Musik zu vielen Filmen.
    1952 Rückkehr nach Deutschland. War zeitweise verheiratet mit der bekannten Kabarettistin Blandine Ebinger, für die er den Zyklus „Lieder eines armen Mädchens“ schrieb.